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Teil 1 - Grundlagen der Energieberatung (48 Std.)
Umwelt und Energiewirtschaft
- Klimaproblematik
- Umweltbelastung
- Reserven, Ressourcen
- Fossile Energieträger, Kernenergie, regenerative Energieträger
- Regenerative Energieträger
- Primär- Sekundär- End- und Nutzenergie, Begriffe
- Energiemärkte und Versorgungsstruktur
- Preisbildung, Preisentwicklung
- Tarifstrukturen bei leitungsgebundenen Energien, Preisbildung
Rechtliche und technisch, physikalische Grundlagen
- Rechtliche Grundlagen
- Technisch, physikalische Grundlagen
- Begriffsbestimmung
- Formelzeichen; Einheiten
- Umrechnungen
- Heizwert, Brennwert Zustandsgrößen
- Wärmetransport
- Facility - Management, Festlegungen in VDI 3809
Softwareprogramme für die Vor-Ort-Beratung
- Überblick über die am Markt angebotenen Softwareprogramme für den Einsatz für die Vor-Ort-Beratung
- Erfahrungswerte beim Einsatz
- Eingehende Vorstellung des Programms „Der Energieberater Professional“ als Grundlage für die Anwendung in den weiteren Modulen
Fördermöglichkeiten
- Informationsüberblick von Fördermöglichkeiten für Maßnahmen zur Reduzierung des Energieeinsatzes
Aufbau einer Energieberatung
- Was ist Energieberatung?
- Grundsätze und Ziele der Energieberatung
- Aufgaben der Energieberatung
- Schritte der Energieberatung
- Bestandsaufnahme
- Auswertung, Berechnung, feststellen des Ist-Standes
- Entwickeln von Maßnahmen
- Bewertung von Maßnahmen
- Empfehlung
- Abschlussgespräch
- Ausarbeitung eines beispielhaften Gutachtes durch einen zugelassenen Berater anhand der Checkliste zur Ausarbeitung von Beratungsberichten
Wirtschaftlichkeitsberechnung
- Berechnung der Wirtschaftlichkeit mit den Teilkosten
- Kapitalgebundene Kosten
- Betriebsgebundene Kosten
- Verbrauchsgebundene Kosten
- Sonstige Kosten
- Vergleich verschiedener Rechenmodelle (VDI 2067, BGW, etc.)
- Heizkostenberechnung
- Heizkostenabrechnungsverordnung
- praktische Beispiele
- Wärmepreisberechnung
Nutzung von Fördermöglichkeiten
Teil 2 - Bautechnik, Bauphysik (76 Std.)
Bautechnische Grundlagen
- Standortbedingungen für energiesparendes Bauen
- Nutzung der örtlichen Klimabedingungen
- Quartierplanung
- Bauleitplanung
Ausrichtung und Gestaltung von Gebäuden
- Niedrigenergiehaus, Passivhaus, solares Bauen, klimagerechter Gebäudeentwurf und Wärmespeicherungsvermögen
Baustoffkunde
- Baustoffe, Eigenschaften und Einsatzgebiete
- Grundsätzliche Konstruktionen für Wände, Fenster, Dach und Decken
- Wärmebrücken
- Wärmedämmstoffe und -systeme im Vergleich
Grundlagen des Wärme- und Feuchteschutzes
- Temperaturverlauf in Bauteilen
- Glaser-Diagramm
- Nutzereinfluss
- Wärmebrücken
EnEV (Energiesparverordnung) und Gebäudepass
- Grundbegriffe
- Vorschriften für den Neubau
- Übergangsregelungen für den Gebäudebestand
- Erstellung eines Energiepasses im Neubau und im Gebäudebestand
- Ermittlung des Jahresheizwärmebedarfs (DIN 4108 T6)
- Praktisches Beispiel für die Berechnungsverfahren
Spezielle energierelevante Normen und Vorschriften
- DIN 4108 (Wärmeschutz in Gebäuden), U-Wert-Berechnung
- Baulicher Feuchteschutz
- Dichtheit des Gebäudes
- DIN EN 12831 mit nationalem Anhang (Heizlastberechnung)
- Kühllastberechnung VDI 2078
Anwendungsbereiche in der Praxis
- Außen-, Innen- und Dachdämmung unter Berücksichtigung des Feuchte-, Schall- und des sommerlichen Wärmeschutzes
- Dämmung an denkmalgeschützten Wohngebäuden (Innendämmung) unter Berücksichtigung der Wärmebrücken, insbes. der Anschlüsse der Fußböden, der Decken und Innenwände an die Außenwände
- Erfassung, Ausweisung, Berechnung und Vermeidung von Schwachstellen (Wärmebrücken, Lüftungswärmeverluste) unter Hinweis auf die Behaglichkeit durch Reduzierung von Zugluft und Fußkälte durch Sanierungsmaßnahmen
Teil 3 - Anlagentechnik - Technische Gebäudeausrüstung (80 Std.)
Heizungs- und Lüftungstechnik, Abgastechnik
- Grundlagen und Grundbegriffe
- Jahresheizarbeit
- Nutzungs- und Wirkungsgrade
- Temperaturen im Heizsystem 457
- Überblick der am Markt befindlichen Wärmeerzeuger mit ihren bevorzugten Einsatzgebieten, der Wärmeverteilung, der Wärmespeicherung und der Wärmeabgabe (Fußbodentemperierung etc.)
- Brennstoffe
- Öl
- Gas,
- Kohle
- Einsatz von regenerativen Energien, insbes. für die Bereiche der Verfeuerung von fester Biomasse und Biogas
- Kesselbauarten
- Standardkessel
- Niedertemperaturkessel
- Brennwertkessel
- Abgasanlagen
- Ökobilanz
- Wärmepumpen
- Carnot-Prozess
- Luft-Wasser
- Wasser-Wasser
- Sole-Wasser
- Rechtliche Bestimmungen
- Tarifliche Bestimmung
- Elektro-Direktheizung
- Funktionsweise, Direktheizung, Nachtspeicherheizung
- Tarife, Kosten
- Ökobilanz
- Regelungstechnische Anforderungen
- Analogregelung
- Begriffe: Führungs- und Regelgröße, allgemeine Begriffe
- Digitalregelung
- Fuzzy-Logic
- Verbrennungstechnik Öl, Gas, Festbrennstoffe
- Brennerbauarten
- Abgasverluste, Siegertsche Formel
- Spezialkessel Gas, Öl, Festbrennstoffe
- Preisbildung und Tarife
- Tarifbestimmungen Gas
- Preisbildung Heizöl, Festbrennstoffe
- Wärmeverteilung und -übergabe
- obere und untere Verteilung
- Ein- und Zweistrangsysteme
- Heizkörper-Bauarten, Vor- und Nachteile
- Fußbodenheizungen, Vor- und Nachteile
- Warmwasserbereitungsanlagen
- dezentral (Elektrospeicher und -durchlauferhitzer, Gas-Durchlauferhitzer)
- zentrale Warmwasserbereitung im Speicher- oder Durchlaufsystem
- Einbindung von Solaranlagen
- Anlagenbewertung anhand VDI 3808
- Bewertung nach dem Istzustand
- Einfluss der Nutzergewohnheiten
- Ermittlung der Anlagenkennzahl (DIN 4701 T10)
- Ermittlung der Anlagenkennzahl im Bestand (DIN 4701 T11 (Gelbdruck))
- Raumlufttechnische Anlagen (Komponenten, Auslegung und Optimierung)
- Regelung der Anlagen
- Kostenabschätzung für Bau und Betrieb
- hygienische Anforderungen
- Einsatz von Lüftungsanlagen unter Berücksichtigung verschiedener Wärmerückgewinnungssysteme und der Möglichkeiten der thermischen Vorbehandlung (Vorwärmung/Vorkühlung) der Außenluft mittels einer entsprechenden Luftführung durch das Erdreich (Erdkollektor)
- Solaranlagen zur WWB und Heizungsunterstützung
- Kollektorbauarten
- Einbindung ins Heizungssystem
- Kostenbilanz, Ökobilanz
- Kraft-Wärmekoppelung (BHKW, Brennstoffzellen) Auslegung, Rahmenbedingungen
- Abgastechnik (FeuVo, 1. BimSchV etc)
- Erfassung, Berechnung und Ausweisung von Emissionsraten (CO2, NOx)
- Grundlagen TRGI, TRGF, TRBF
- Heizöltank, Gesetze und Rahmenbedingungen
Elektrotechnik
- Grundlagen der Gleich- und Wechselstromtechnik
- Begriffserklärung Strom, Spannung, Leistung, Widerstand
- Elektrische Arbeit und Leistung
- Frequenz, Einphasen- und Dreiphasenwechselstrom
- Wechselstromleistung und -arbeit
- Blindstrom
- Transformatoren und Wechselrichter
- Grundsätzliche Funktionsweise von Halbleiterbauelementen
- Normen, Vorschriften, Regeln
- Energiesparende Elektrogeräte im Haushalt
- Energiesparende Beleuchtungssysteme
- Vergleich verschiedener Beleuchtungstechnologien
- Elektronische Vorschaltgeräte
- Lichtregelung
- außenlichtabhängige Lichtsteuerung
- verschiedene Arten der Regelungstechnik, Leitungsgebunden, Funk
- Gebäudesystemtechnik
- Erzeugung elektrischer Energie
- auf der Basis erneuerbarer Energien
- durch KWK
- in konventionellen Kraftwerken
- Photovoltaik, praktische Ausführung
- Marktübersicht
- Konzeption einer Anlage mit allen Komponenten
- Elektromaschinen
- Bauarten
- Vor- und Nachteile
Teil 4 - Projektarbeit / Gruppenarbeit (36 Std.)
Projektarbeit/Gruppenarbeit
Die Projektarbeiten werden in Gruppen von 4 - 6 Teilnehmern bearbeitet. Die Teilnehmer erhalten praxisnahe Übungsaufgaben mit folgender Zielstellung:
- Anwendung des erlernten Stoffes aus den vorangegangenen Modulen
- Erstellung einer Muster-Energieberatung Ausarbeitung eines beispielhaften Gutachtes anhand der Checkliste zur Ausarbeitung von Beratungsberichten
- Erarbeitung und Durchführung einer Muster-Präsentation der Ergebnisse.
Abschlussprüfung - Ablaufplan
Die Abschlussprüfung besteht aus der Anfertigung einer kompletten Energieberatung sowie einer Kurzvorstellung vor einem Prüfungsgremium.
Aufgabenstellung für die Anfertigung einer Energieberatung:
Die Aufgabenstellung enthält alle relevanten Daten eines größeren Wohn-, Büro- oder Geschäftsgebäudes, wie die Aufbauten der Bauteile, Zustand der Wärmeerzeugung, evtl. Klimatisierung, elektrische Einrichtung sowie Hinweise auf das Nutzerverhalten und die einzelnen Energieverbräuche.
Diese Aufstellung ist so gestaltet, wie sie auch der Berater bei seiner Objektbegehung aufnehmen würde.
Der Prüfling fertigt eine Energieberatung in schriftlicher Form an, in der er den Istzustand bewertet, Sanierungsmöglichkeiten aufzeigt sowie Kosten und Nutzen mit Hilfe einfacher Faustformeln abwägt und daraus sich ergebende Empfehlungen begründet.
Zeitrahmen: 4 Zeitstunden.
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