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Berufe und Abschlüsse

Hier können Sie sich über Berufe, Abschlüsse und Tätigkeiten in der Immobilienwirtschaft informieren und erfahren, wie Sie diese erreichen können. Die Immoblienwirtschaft ist eine vielfältige Branche mit guten und stabilen Zukunftschancen. Immobilien müssen marktgerecht erstellt, wirtschaftlich verwaltet und immer wieder an den Bedarf des Marktes angepasst werden. Daher bietet die Immobilienwirtschaft viele verschiedene und interessante Arbeitsfelder rund um Bau und Gebäudebestand, bzw. -erwerb.

Berufsabschlüsse

Diese öffentlich-rechtlich anerkannten Berufsabschlüsse führen klassisch in die Immobilienwirtschaft:

Immobilienkaufmann/frau (IHK)

3-jährige duale kaufmännische Berufsausbildung mit Abschluss an der IHK oder anerkannten Verbandsinstituten (oder nachträglich hinzuerworbener Abschluss zu einer anderen kaufmännischen Ausbildung), seit 2006 Nachfolger der Ausbildung zum /zur Kaufmann/frau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (IHK) nach neuer Prüfungsordnung. Die Ausbildung zum/r Immobilienkaufmann/frau beinhaltet breit gefächerte Inhalte, die in 3 eigenständigen Berufsbildern der Immobilienwirtschaft münden: Immobilienmakler, Immobilienverwalter und Bauprojektbetreuer münden. Die Zulassungsvoraussetzungen zur Prüfung Immobilienkaufmann IHK können Sie hier im Bereich Studienberatung einsehen.

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Immobilienfachwirt (IHK)

Fortbildungsabschluss für berufserfahrene Immobilienfachleute zur Vorbereitung einer Fach- oder Führungsposition. Berufsbegleitende Abend-, Wochenend- oder Fernlehrgänge zur Vorbereitung auf die Prüfung an der IHK, seit 2008 nach neuer Prüfungsordnung. Einer der anerkanntesten immobilienwirtschaftlichen Abschlüsse, die ohne Studium erreichbar sind. Es werden Führungskompetenzen in den Bereichen Rahmenbedingungen der Immobilienwirtschaft, Unternehmenssteuerung und Kontrolle, Personal, Arbeitsorganisation und Qualifizierung, Immobilienbewirtschaftung, Bauprojektmanagement, Marktorientierung und Vertrieb, Maklertätigkeit geprüft.

Lehrgang

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Sowie die Berufsbilder des

  • Facility Management Agent und
  • Facility Management Fachwirt (tw. keine öffentlich-rechtlichen Abschlüsse)

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Tätigkeitsfelder

Gerade in der Immobilienbranche sind die Berufstätigen oft spezialisiert. Nur in geringer Quote gibt es in kleinen Unternehmen, die eine große Dienstleistungsbandbreite haben, Mitarbeiter, die sowohl Immobilienvermarktung, Hausverwaltung als auch Grundstücksentwicklung betreiben. Selbst in Bauträger-Firmen, gibt es hier häufig auf eine Tätigkeit spezialisierte Mitarbeiter.

Diese Tätigkeitsfelder in der Immobilienwirtschaft sind am Markt etabliert:



Immobilienmakler/in

Die Zulassung zur beruflichen Tätigkeit als Immobilienmakler ist in Deutschland nicht durch das Berufsbildungsgesetz geregelt. Jeder, der den sog. „Maklerschein“ gem. §34c Gewerbe Ordnung beim örtlichen Gewerbeamt erwirbt, darf dieser Tätigkeit nachgehen. Aufgrund der Haftungs- und unternehmerischen Risiken ist jedoch eine selbständige Maklertätigkeit nur mit einschlägiger Vor- oder Ausbildung zu empfehlen.
Die Berufsbedingungen sind geregelt durch Empfehlungen und berufsständische Richtlinien der Branchenverbände, z. B. IVD Immobilienverband Deutschland, Makler- und Bauträger-Verordnung, BGB, Gewerbe Ordnung, und weitere Gesetze.

Lehrgang

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Immobilienverwalter/in

Die Zulassung zur beruflichen Tätigkeit als Immobilienverwalter ist in Deutschland nicht durch das Berufsbildungsgesetz geregelt. Die Durchführung der ordentlichen Verwaltung ist jedoch streng gesetzlich geregelt. Ohne eine spezielle Vorbildung und regelmäßige Weiterbildungen ist eine erfolgreiche professionelle Verwaltertätigkeit kaum möglich ist.
Anforderungen und Richtlinien werden über einschlägige Gesetze hinaus je nach Ausrichtung der Tätigkeit (technische Verwaltung, kaufmännische Verwaltung, institutionelle Verwaltung) durch die Branchenverbände wie z.B. VDIV, DDIV, VdW, BfW, GdW, ESWiD, sowie durch Verordnungen, DIN-Normen und durch die Rechtsprechung formuliert.

Lehrgang

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Projektentwickler und Bauträger

Projektentwickler analysieren Nutzungsmöglichkeiten von Grundstücken oder Bestandsgebäuden, sie planen Neubauten oder Veränderungen und steuern den übergeordneten Ablauf von Bau- oder Sanierungsprojekten. Sie arbeiten im Auftrag eines Eigentümers oder auf eigenes Risiko und eigene Rechnung, dann übernehmen sie oft auch die Vermaktung. Bauträger haben typischerweise ähnliche Aufgaben. Sie organisieren darüber hinaus noch die Beschaffung und Beplanung von Grundstücken, sowie die Ausführung der Bauleistungen. Die Zulassung zur beruflichen Tätigkeit als Bauträger ist in Deutschland nicht durch das Berufsbildungsgesetz geregelt. Oft ist ein Abschluss als Architekt, Bauingenieur, Betriebswirt oder bei Bauleistung ein Meisterbrief im Bauhandwerk nötig. Zur Vermarktung ist regelmäßig der sog. „Maklerschein“ gem. §34c Gewerbe-Ordnung zu beschaffen.  Das Profil der Bauträger- oder Projektentwicklertätigkeit setzt umfassende Kenntnisse aus mehreren der Bereiche Immobilienmarkt, Finanzierung, Immobilienbewertung, Bauvorhaben, Immobilienvertrieb und Verwaltung voraus. Idealerweise sind Projektentwickler oder Bauträgerfirmen interdisziplinäre Teams bzw. Netzwerke, deren Führung umfassende Kompetenzen erfordert.

Lehrgänge

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Energieberater und Sanierungsplaner

Energieberater sind klassische Bauherrenberater in technisch-planerischer Hinsicht. Sie analysieren die Gebäudesubstanz einer Bestandsimmobilie oder einer Bauplanung in energetischer Hinsicht. Ziel der Tätigkeit kann entweder eine energetische Sanierung oder einfach nur der in Deutschland bei Vermietung und Verkauf geforderte Energieausweis sein. Die eigenverantwortliche Durchführung von geförderten Energieberatungen und die Energieausweisausstellung sind an Regelungen durch den Gesetzgeber gebunden. Dabei wird sogar noch zwischen Wohn- und Nichtwohngebäudeberatung unterschieden. Die Zulassungskriterien können Sie hier unter Studienberatung einsehen.

 


Facility Manager

Das Tätigkeitsbild von Facility Managern wird von zwei konkurrierenden Verbänden (GEFMA, RealFM e.V.) unterschiedlich im Segment der Gewerbeimmobilienverwaltung definiert. Obwohl es verschiedene Studien- und Fortbildungsgänge gibt, ist die Ausbildung in Deutschland nicht gesetzlich geregelt. Übereinstimmend kann man den Facility Manager je nach Einsatzgebiet als technischen Gebäudemanager, oder als kaufmännischen Objektverwalter bezeichnen. Im Kern der Tätigkeit steht die Optimierung der Betriebskosten der Immobilie bei bestmöglicher Nutzung/Auslastung der Substanz. Der Facility Manager ist v.a. im Bereich Nichtwohngebäude eingesetzt und häufig ein leitender Angestellter oder externer Projektingenieur mit Entscheidungskompetenz.

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